Schmackhaftes Schulprojekt: Grundschüler pflanzen und ernten eigenes Gemüse

Initiative an Grundschulen schafft Bewusstsein für gesunde Ernährung

14.05.2018

Ernährungsministerin Michaela Kaniber hat zum Abschluss des Projekts „Wissen wie´s wächst und schmeckt“ an Bayerns Grundschulen eine rundum positive Bilanz gezogen. „Das Projekt war ein voller Erfolg“, sagte die Ministerin am Montag in der Grundschule Marquartstein im Landkreis Traunstein. Gemeinsam mit den Kindern bereitete sie leckere Wraps zu.

Nach ihren Worten haben seit Ende der Osterferien landesweit rund 2500 Schüler aus über 100 Klassen an 50 Schulen in Pflanzkisten und Tetra-Pacs ihr eigenes Gemüse angebaut und gepflegt. „Die Nachfrage nach unseren mobilen Schulgärten war riesig und die Kinder waren vom Gärtnern begeistert“, so Kaniber.
Für viele sei es überraschend gewesen, wie viel Zeit und Aufwand erforderlich sind, damit aus kleinen Pflänzchen wertvolle Lebensmittel entstehen. Unter anderem waren ein Gießdienst und eine „Schnecken- und Läusepolizei“ eingerichtet worden, damit Radieschen, Salat, Schnittlauch und essbare Blüten wachsen und gedeihen konnten. Unterstützung gab es von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie örtlichen Gärtnern. Mit einem Pflanztagebuch konnten die Schüler die Entwicklung der Pflanzen festhalten und im Unterricht besprechen.
Zum Abschluss durften die fleißigen Junggärtner den Lohn ihrer Arbeit ernten und gemeinsam mit der Staatsministerin leckere Wraps mit frischem Gemüse, Salat und Kräutern zubereiteten. Ziel des Projekts war es Kaniber zufolge, spielerisch zum nachhaltigen Umgang mit unserer Natur anzuregen und Lust auf gesundes und selbst zubereitetes Essen zu machen. "Besonders freut mich, dass einige auch daheim ein Gemüsebeet angelegt haben. Es ist so wichtig, dass wir unseren Kindern von klein an vermitteln, was Lebensmittelproduktion bedeutet. So entwickeln sie ein Bewusstsein für gesunde Ernährung. Herzlichen Dank an die Lehrkräfte und die Eltern, die dieses Projekt betreut haben."
Wegen des großen Erfolgs möchte die Ministerin das gemeinsam vom Kompetenzzentrum für Ernährung und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau entwickelte Projekt auch im nächsten Schuljahr fortführen. Infos dazu gibt es ab Herbst bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.